Nov 13





Polnische Pflegekräfteein legales Arbeitsverhältnis



Für viele ältere Menschen stellt der Gedanke, die letzten Lebensjahre in einem Alten- und Pflegeheim zu verbringen den absoluten Albtraum dar. Eine Alternative zum Heim ist die häusliche Pflege, die allerdings extrem teuer werden kann, schnell kommen Kosten von bis zu viertausend Euro und mehr zusammen. Die polnische Pflegekraft hat sich in Deutschland inzwischen als gute Möglichkeit zur professionellen Seniorenbetreuung zu vernünftigen Preisen fest etabliert, doch viele Angehörige haben Bedenken, dass sie dadurch illegal Arbeitnehmer beschäftigen. Doch durch die veränderte Rechtslage seit dem Beitritt Polens zur EU (Europäische Union) und im Rahmen des Entsendungsgesetztes können unter Berücksichtigung einiger Punkte ganz legal  polnische Pflegekräfte ( http://www.24h-seniorservice.de/  )auch in Deutschland arbeiten.



Gemäß § 21 Beschäftigungsverordnung (Fassung Dezember 2009) darf eine polnische Pflegekraft oder eine Pflegekraft aus einem anderen Herkunftsland bis zu drei Jahren in Deutschland ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis antreten, wenn sie kraft eines Vermittlungs- und Auswahlverfahren zwischen der Bundesagentur für Arbeit und Arbeitsverwaltung des Herkunftslandes nach Deutschland kommt. Die Voraussetzung dafür steht allerdings eng in Zusammenhang mit den Vorschriften des Elften Buch Sozialgesetzbuch, in welchem sowohl die Pflegebedürftigkeit als auch die Art und der Umfang der Leistungen für eine pflegerische Alltagshilfe und notwendige hauswirtschaftliche Arbeiten geregelt sind. Etwas tückisch ist der Zusatz, dass polnische Pflegekräfte genau wie die aus anderen Ländern stammenden Pflegekräfte dieselbe Zeit im Ausland zubringen müssen, wie sie Deutschland gearbeitet haben, bevor sie eine erneute Arbeitsgenehmigung erhalten können.



Wer eine polnische Pflegekraft sucht, ist nicht auf die Bundesagentur für Arbeit angewiesen, es gibt inzwischen eine Reihe von privaten Arbeitsvermittlungsagenturen, die ebenfalls nach den Richtlinien der Beschäftigungsverordnung handeln und polnische Pflegekräfte ganz legal vermitteln dürfen. Diese Agenturen verlangen in der Regel für ihre Bemühungen eine Pauschalgebühr, die sich jährlich über den Zeitraum der Beschäftigung wiederholt, die Zahlungen werden also maximal drei Jahre hintereinander für eine einzelne Person fällig. Ganz besonders wichtig ist es im Rahmen einer privaten Agenturvermittlung darauf zu achten, dass die polnische Pflegekraft eine entsprechende Ausbildung absolviert hat, die Unterlagen sollte sich der Auftraggeber vorlegen lassen. Als Hilfe geeignet sind alle Personen, die über umfassende Kenntnis in der Medizin und mit dem Umgang mit älteren Menschen verfügen, also Krankenschwestern, Sanitäter, ausgebildete Altenpfleger oder auch Heilerzieher mit entsprechender Fortbildung. Große Bedeutung haben in diesem Zusammenhang auch die Sprachkenntnisse, gerade bei der häuslichen Pflege älterer Menschen benötigt die Pflegekraft in hohem Maße ausreichende Deutschkenntnisse. Um diese zu überprüfen, bietet sich zum Beispiel im Vorfeld ein längeres Telefonat oder auch ein persönliches Gespräch an.



Geschrieben von Renate Günther

Okt 14



Grüne Star (Glaukom) ist in Deutschland nach Diabetes die zweithäufigste Ursache für Erblindungen. Dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung zufolge leiden über 800.000 Bundesbürger an der Augenkrankheit. Schätzungsweise fünf Millionen Deutsche haben ein erhöhtes Risiko, das ab einem Lebensalter von 40 Jahren an stetig größer wird.


Anders als beim Grauen Star, der die Augenlinse trübt und operativ entfernt werden kann, ist der Grüne Star deutlich schwieriger zu heilen. «Er bedroht das Sehen, weil der Sehnerv abstirbt. Das Tückische: Er verläuft lange ohne Symptome. Man merkt also nichts davon, bis es für Hilfe zu spät ist», erklärt Dr. Georg Eckert, Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte (BVA).


Nach und nach sterben die Nervenzellen ab. Bis auf wenige Ausnahmen hat der Patient keine Schmerzen. Er merkt also nicht, dass sich das Augenlicht still und heimlich verabschiedet. Der Betroffene erkennt das eingeschränkte Gesichtsfeld erst, wenn ein großer Teil des Nervs unwiederbringlich zerstört ist.


Die Ursachen dafür sind vielfältig. Eckert zufolge spielt oft ein zu hoher Innendruck des Auges eine wichtige Rolle. Gefährdet sind vorwiegend Menschen mit starker Kurzsichtigkeit sowie Personen, die Fälle von Grünem Star in der Familie haben. Zudem steigt das Risiko mit zunehmendem Alter.


Ab 65 jährlich zum Check


Umso wichtiger sei es, der Augenkrankheit vorzubeugen. Das Zauberwort heißt Früherkennung. «Eine Untersuchung beim Augenarzt ist die einzige Möglichkeit, die Krankheit schon in einem frühen Stadium aufzuspüren und dann erfolgreich zu behandeln», appelliert der BVA-Sprecher. Konkret heißt das: Alle Bundesbürger im Alter zwischen 40 bis 64 Jahren sollten sich einmal alle drei Jahre durchchecken lassen - ab 65 Jahren alle ein bis zwei Jahre.


Mit einem Spezialmikroskop betrachtet Eckert zufolge der Augenarzt den sogenannten Sehnervenkopf - die Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt. Er kann ein Foto anfertigen, um bei späteren Untersuchungen vergleichen zu können. Zudem wird mit dem Augeninnendruck ein wichtiger Risikofaktor für den Star gemessen. Bei Kurzsichtigen kann auch ein Check der Hornhautdicke Klarheit bringen. Gibt es bereits Hinweise, dass ein Grüner Star vorliegt, kann der Spezialist mit der Gesichtsfeldmessung feststellen, ob bereits blinde Flecken entstanden sind.


Je früher das Glaukom erkannt wird, umso besser für den Patienten. «In den meisten Fällen genügt die Behandlung mit Tropfen, die den Augeninnendruck senken und so den Sehnerv entlasten», beschreibt Eckert. Reiche diese Therapie nicht aus, um das Fortschreiten des Glaukoms zu stoppen, gebe es die Möglichkeit einer Laserbehandlung oder einer Operation.


Untersuchung ist umstritten


Auch wenn die Früherkennung die einzige Möglichkeit ist, rechtzeitig die drohende Blindheit zu vermeiden, gibt es einen Wermutstropfen: Die Krankenkassen kommen nicht für die Kosten auf. Die Ärzte dürfen diese nur als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten. Je nach Augenarzt muss der Patient bis zu 40 Euro hinlegen.


Zudem gibt es Kritiker, die am Nutzen der Untersuchungen - außer für den praktizierenden Arzt - zweifeln. Denn es gebe keine kontrollierten Studien, ist ihr Argument. Allerdings gibt es auch keine Studien, die das Gegenteil beweisen, wie Eckert kontert. «Das Glaukom-Screening wird von Leuten infrage gestellt, die keine augenärztliche Erfahrung haben, also auch keine Erfahrung mit dem Leid der Betroffenen, deren Erblindung bei rechtzeitiger Behandlung hätte verhindert werden können.»


BVA-Vorsitzender Professor Bernd Bertram erklärt, weshalb solche Studien nicht vorliegen: Sie ließen sich nur mit enorm hohem Aufwand durchführen. Tausende Menschen müssten über viele Jahre hinweg beobachtet werden, eine Hälfte die Untersuchung bekommen, die andere nicht. «Und nur, wenn unter denen, die nicht untersucht wurden, deutlich mehr Sehbehinderungen und Erblindungen auftreten als in der anderen Gruppe, gilt der Nutzen des Screenings als nachgewiesen. Eine solche Studie ist kaum machbar und ethisch schwer vertretbar», wird Bertram in einer Presseerklärung des Verbandes zitiert. Dagegen stehe die Erfahrung der Augenärzte weltweit, dass die Glaukom-Früherkennungsuntersuchung den meisten Betroffenen das Augenlicht retten kann.


Quelle: News

Geschrieben von Renate Günther

Okt 14

Gute Gründe fleischlos zu leben


Wie viele Vegetarier in Deutschland genau leben, ist nur abzuschätzen. Der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) rechnet derzeit mit etwa sieben bis acht Prozent der Bevölkerung. Das wären etwa sechs Millionen Deutsche, die weder Fleisch noch Fisch essen. Die Europäische Vegetarierunion geht von neun Prozent aus. Hingegen sind es laut Nationaler Verzehrstudie II nur 1,6 Prozent.


Die widersprüchlichen Zahlen seien auf die unterschiedlichen Auffassungen zurückzuführen, was einen Vegetarier ausmacht, meinen Claus Leitzmann und Markus Keller im Buch Vegetarische Ernährung. So gibt es unter ihnen viele Typen wie Ovo-Lakto-Vegetarier, Lakto-Vegetarier oder Veganer. Einige bezeichnen sich sogar als Vegetarier, obwohl sie Fisch essen.


Die neueste Form sei laut Vebu-Sprecher Sebastian Zösch der Flexitarier. Er isst so gut wie kein Fleisch, verzichtet aber nicht komplett darauf. Zum Vergleich: Einer Statistik der Gesellschaft für Konsumforschung verzichteten 1983 in der alten Bundesrepublik 0,6 Prozent der Bevölkerung auf Produkte toter Tiere. Demnach ist die Zahl - trotz der unterschiedlichen Angaben - deutlich gestiegen.


Tierschutz als starkes Motiv


Um herauszufinden, was die Menschen dazu bewegt, kein Fleisch zu essen, hat die Universität Jena die bisher weltweit größte Befragung von Vegetariern durchgeführt. 4000 Menschen im Alter zwischen 10 bis 91 Jahren wurden online befragt, 70 Prozent davon sind Frauen.


Es zeigte sich: Vor allem der Tierschutz ist ein Auslöser, vegetarisch zu leben. So gaben die meisten Teilnehmer an, kein Fleisch mehr zu essen, weil das bedeutet, Tiere töten zu müssen. Auch der Schutz der Tierrechte spielt eine wesentliche Rolle. Zudem sorgen sich die meisten Vegetarier um die Umwelt. Sie vertreten die Ansicht, dass Ressourcen verschwendet werden, wenn Tiere statt Pflanzen verzehrt werden - besonders in einer Welt, in der Menschen hungern.


Weitere Argumente sind die weltweite Überfischung der Meere und der fortschreitende Klimawandel. So verursacht die Massentierhaltung zirka ein Fünftel der Treibhausgase weltweit. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen schätzt, dass die Viehzucht für acht Prozent des globalen Wasserverbrauchs verantwortlich ist, dabei entfallen sieben Prozent auf die Produktion des Futters. Zudem ist eine wesentlich größere Fläche nötig, um eine Tonne Eiweiß aus Fleisch zu gewinnen, als die gleiche Menge aus pflanzlicher Nahrung.


Gesundheit geht vor


Vegetarismus ist auch eine Ernährungsphilosophie. Gesundheit und Wohlbefinden sind für viele der Befragten wichtige Gründe. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann die Reformhausbewegung, die eine vegetarische Vollwertkost predigte. Noch heute gibt es vielerorts Reformhäuser, in denen ausschließlich vegetarische Produkte - teils in Bioqualität - angeboten werden.


Ganz ohne moralischen Überbau achten die sogenannten Lohas auf ihre Gesundheit und essen vegetarisch. Sie kaufen qualitativ hochwertige Lebensmittel und achten zudem auf ihre Umweltverträglichkeit. Und die Wissenschaft gibt den Veggies Recht: Vegetarier leiden nicht, wie gerne behauptet, an Mangelerscheinungen. Die Eisenversorgung ist bei einer ausgewogenen fleischlosen Ernährung kein Problem. Im Gegenteil: Vegetarier, die aus gesundheitlichen Motiven fleischlos leben, achten eher auf eine ausgewogene Ernährung. Auch für Schwangere ist die Eisenversorgung kein Problem. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass Vegetarier gesünder und länger leben, als Menschen mit einem hohen Fleischkonsum. Tendenziell empfehlen Ernährungswissenschaftler fleischarme Kost.


Weitere Gründe, die Menschen ihre Ernährung überdenken lassen, sind Fleischskandale. BSE, Gammelfleisch und Vogelgrippe haben in den vergangenen Jahren die Menschen geschockt. Vor allem gebildete Menschen wurden dadurch zu einer Abkehr vom Fleisch bewegt. In der Befragung gaben einige Teilnehmer an, dass es ihnen zuwider sei, was Fleisch ist und wo es herkommt. Die Abneigung vor Fleisch ist demnach ein starkes Motiv - besonders bei Frauen.



Geschrieben von Renate Günther

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